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Trotz seiner mächtigen Erscheinung ist der Irish Wolfhound ein Windhund. Seine Bewegungen sind kraftvoll aufgrund der starken Muskulatur, aber trotzdem leichtfüßig und lebhaft. Um einen gesunden irischen Wolfshund zu erhalten, muss die Aufzucht bei einem Wachstum von ca. 9 cm pro Monat und einer Gewichtszunahme von bis zu 10 kg pro Monat sehr sorgfältig und gewissenhaft sein. Hierbei ist nicht nur das richtige Futter wichtig, sondern auch ein auf den Junghund abgestimmtes Maß an Bewegung.
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Die Geschichte des Irish Wolfhound gliedert sich in drei Abschnitte:
Der erste Abschnitt beginnt vor ca. 2000 Jahren und umfasst die Überlieferungen von  Schriftstellern früherer Jahrhunderte. Dort ist in römischen Erzählungen, in Mythen und Sagen von „Irish Dogs of Ireland, Greyhounds of Ireland and Wolfdogs of Ireland“ die Rede.
Der Wolfshund wurde zur Jagd auf Wolf, Hirsch, Elch und Wildschwein angesetzt, die es im früheren Irland reichlich gab.
Als die Zahl der Wölfe in Irland aufgrund der immer zielsicherer werdenden Feuerwaffen abnahm, verschwanden auch die Wolfshunde fast vollständig.
Durch übermäßigen Export war im 17. Jahrhundert die Anzahl der Irish Wolfhound so gering geworden, dass sich das irische Parlament 1652 veranlasst sah, ein Dekret zu erlassen, welches allen Personen untersagte den Irish Wolfhound zu exportieren. Aus den Jahren 1803 und 1841 gibt es schriftliche Aufzeichnungen, dass noch einige Exemplare des „Urtyps“ in entlegenen Teilen des Königreiches zu finden seinen.
 Innerhalb dieser Zeit vollzieht sich der Übergang vom ersten historischen Abschnitt zum zweiten Teil der Irish Wolfhound Geschichte.
Im Jahr 1822 nahm sich der engagierte Liebhaber dieser Rasse Captain Graham der Irish Wolfhounds an.
In seinem Bemühen, den Irish Wolfhound wieder zu beleben wurde er von den anderen Züchtern begleitet.
Captain Graham begann 1862 seine züchterische Arbeit und war nach ca. 20 Jahren am Ziel seiner Vorstellungen.
Er hatte es erreicht, dass der Irish Wolfhound in Wesen, Größe und Typ gefestigt war. 1855 wurde der erste Standard erstellt und behielt fast unverändert bis in die Neuzeit seine Gültigkeit.
Somit sind wir beim dritten Abschnitt der Irish Wolfhound Geschichte angelangt. Die Irish  Wolfhounds sind die größte Hunderasse der Welt.
Der Standard schreibt: Sie sollen Gewicht, Substanz, Eleganz und Leichtfüßigkeit in ihrem Erscheinungsbild vereinen. Als Mindestgröße wurde festgesetzt:
Beim Rüden 79 cm, Mindestgewicht 54 kg, bei Hündinnen 71 cm und 40,5 kg. Irish Wolfhound, die dieses Mindestmaß nicht erreichen dürfen zur Zucht nicht verwendet werden.
So gigantisch und achtungsgebietend der Wolfhound einem gegenübersteht, so sanft und lieb ist sein Charakter.
Die treffendste Charakterbeschreibung kommt aus dem englischen „Gentle Giant“ - „Sanfter Riese“ FCI-Standard Nr. 160 / 30. 08. 2002/D
ÜBERSETZUNG:
Frau Helma Quaritsch-Fricke, Dr. J.-M. Paschoud und Frau R. Binder-Gresly.
URSPRUNG: Irland.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL-STANDARDS: 13.03. 2001
VERWENDUNG: Obschon die Irischen Wolfshunde zur Jagd auf Rotwild, insbesondere auf Hirsche, bis ins 17. Jahrhundert verwendet wurden, haben sie sich auch zur Ausrottung der Wölfe, welche vor der Urbarmachung der Wälder grosse Teile Europas heimsuchten, als sehr nützlich erwiesen.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 10 Windhunde.
Sektion 2 Rauhhaarige Windhunde. Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:
Wir wissen, dass die auf dem Kontinent ansässigen Kelten einen Windhund hielten, wahrscheinlich ein Nachkomme des erstmals auf ägyptischen Wandmalereien dargestellten Windhundes. Wie die kontinentalen Volksstämme waren die Kelten in Irland an der Zucht grosser Windhunde interessiert. Diese grossen irischen Windhunde mögen glatt- oder rauhhaarig gewesen sein, aber mit der Zeit herrschten wahrscheinlich wegen der klimatischen Verhältnisse in Irland die rauhhaarigen Hunde vor. Die erste schriftlich belegte Aussage über diese Hunde geht auf einen römischen Konsul im Jahre 391 n.Chr. zurück, doch diese Windhunde waren schon im ersten Jahrhundert n.Chr. in Irland ansässig; damals änderte Setanta den Namen der Rasse in Cu-Chulain (Culan-Hund). Erwähnenswert ist, dab im 1. Jahrhundert n.Chr. die Uiseneach auf ihrer Flucht nach Schottland 150 solcher Hunde mitnahmen. Zweifellos sind die irischen Windhunde am Ursprung der schottischen Hirschhunde beteiligt.
Ein Paar irischer Windhunde stellte vom Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert ein von den Königshäusern in Europa, Skandinavien und anderswo hochgeschätztes Geschenk dar. So kamen diese Hunde nach England, Spanien, Frankreich, Schweden, Dänemark, Persien, Indien und Polen. Im 15. Jahrhundert war jede Grafschaft verpflichtet, 24 Wolfshunde zu halten, um die Herden der Bauern vor den Wölfen zu schützen. Als unter Cromwell (1652) die Ausfuhr der Wolfshunde verboten wurde, half diese Massnahme eine Zeit lang, ihren Bestand zu erhalten, aber das zunehmende Verschwinden der Wölfe und die stete Nachfrage aus dem Ausland verminderte ihren Bestand fast bis zum Aussterben der Rasse gegen Ende des 17. Jahrhunderts.
Mit dem wachsenden Nationalismus in Irland im späten 19. Jahrhundert lebte auch das Interesse an dieser Rasse wieder auf. Der Irische Wolfshund wurde zum lebenden Symbol für die irische Kultur und die keltische Vergangenheit. Zu jener Zeit machte sich Capt. G. A .Graham, begeisterter Anhänger der Rasse, zielbewusst daran, einige der wenigen übrig gebliebenen Hunde vom Wolfshund-Typ, die in Irland noch zu finden waren, für sich zu erwerben. Aus diesen erhielt er schließlich unter Verwendung von Deerhound-Blut sowie durch die gelegentliche Einkreuzung von Barsois und Deutschen Doggen einen über Generationen gefestigten Typ von Hunden, die schließlich als rechtmäßige Wiedergeburt der Rasse angesehen wurden. Auf seiner Ausstellung im April 1879 schrieb der Irische Kennel Club eine gesonderte Klasse für Irische Wolfshunde aus, und 1885 wurde ein Klub für diese Rasse gegründet. Heute genießt der Irische Wolfshund wieder einen Teil des Ansehens, das er im Mittelalter hatte, und auch außerhalb Irlands werden Wolfshunde in recht großer Zahl gehalten und gezüchtet.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Der Irish Wolfhound soll nicht ganz so schwer oder massig sein wie die Deutsche Dogge, aber mehr als der Deerhound, dem er sonst im Gesamttyp ähneln soll. Er ist von beachtlicher Grösse und imponierender Erscheinung, stark bemuskelt, kräftig und dennoch elegant gebaut, mit leichten und lebhaften Bewegungen; Kopf und Hals werden hoch getragen; die Rutenhaltung zeigt eine leichte Aufwärtsbiegung am Ende. Bemerkenswerte Größe einschließlich großer Schulterhöhe und entsprechender Körperlänge ist das anzustrebende Ziel, und es ist erwünscht, eine Rasse sicher zu festigen, bei der die Rüden durchschnittlich 81 bis 86 cm messen und die notwendige Kraft, Aktivität, Ausgewogenheit und Mut zeigen.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN):
„Zu Hause ein Schäfchen, aber ein Löwe auf der Jagd“.
KOPF: Lang und horizontal, hoch getragen. Stirnknochen sehr leicht erhöht, mit einer sehr kleinen Vertiefung zwischen den Augen.
OBERKOPF:
Schädel: Nicht zu breit.
GESICHTSSCHÄDEL:
Fang: Lang und mässig spitz.
Kiefer / Zähne: Scherengebiss ideal, Zangenbiss erlaubt.
Augen: Dunkel.
Ohren: Kleine Rosenohren (greyhoundartig getragen).
HALS:
Ziemlich lang, sehr kräftig und muskulös, gut gebogen, ohne Wamme oder lose Kehlhaut.
KÖRPER:
Lang, gut aufgerippt.
Rücken: Eher lang als kurz.
Lenden: Leicht gewölbt.
Kruppe: Grobe Breite zwischen den Hüfthöckern.
Brust: Sehr tief, mässig breit. Vorbrust breit.
Rippen: Gut gewölbt.
Bauch: Gut aufgezogen.
RUTE:
Lang, leicht gebogen, mässig dick und gut behaart.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND:
Schultern: Gut bemuskelt, dem Brustkorb Breite gebend; schräg gelagert.
Ellenbogen: Gut unterstellt, weder ein- noch ausgedreht.
Unterarm: Gut bemuskelt, kräftige Knochen, ganz gerade.
HINTERHAND:
Oberschenkel: Lang und gut bemuskelt.
Knie: Gut gewinkelt.
Unterschenkel: Gut bemuskelt, lang und kräftig.
Sprunggelenk: Gut tiefgestellt, weder ein- noch ausgedreht.
PFOTEN:
Mässig gross und rund, weder ein- noch ausgedreht. Zehen gut aufgeknöchelt und eng aneinander liegend; Krallen sehr stark und gekrümmt.
GANGWERK:
Bewegung frei und aktiv.
HAARKLEID
HAAR:
Rauh und hart an Rumpf, Läufen und Kopf; besonders drahtig. Das Haar über den Augen und am Unterkiefer besonders drahtig.
FARBE UND ABZEICHEN: Die anerkannten Farben sind Grau, Gestromt, Rot, Schwarz, Reinweiss, Rehbraun oder jede andere beim Deerhound vorkommende Farbe.
GRÖSSE UND GEWICHT:
Mindestgrösse: Rüden: 79 cm, Hündinnen: 71 cm.
Mindestgewicht: Rüden: 54,5 kg, Hündinnen: 40,5 kg
FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Zu leichter oder zu schwerer Kopf.
Zu hochgewölbter Stirnknochen.
Nasenschwamm andersfarbig als schwarz.
Lefzen von anderer Farbe als schwarz.
Sehr helle Augen. Augenlider rosa- oder leberfarben.
Grosse und flach am Kopf herabhängende Ohren.
Kurzer Hals; stark ausgebildete Wamme.
Rumpf zu kurz.
Rücken eingesunken (Sattelrücken) oder ganz gerader Rücken.
Brustkorb zu schmal oder zu breit.
Rute zu stark geringelt.
Verbogene Vorderläufe; weicher Vordermittelfuß.
Schwache Hinterhand, insgesamt Mangel an Bemuskelung.
Ein- oder ausgedrehte Pfoten.
Gespreizte Pfoten.
N.B. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
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