Irische Windhund-Rasse wirkt trotz ihrer Größe überaus elegant
Germete (v.R.). Einen Jugendtraum hat sich Wolfgang Müller mit der Zucht von Rassehunden erfüllt. Immer schon wollte er einmal einen großen Hund besitzen, wie er ihn mit der Rasse Irish Wolfshound fand.
Mit dem Welpen Antike von der Oelmühle nahm ein neues Hobby seinen Anfang. Der Irisch Wolfshound, wird außerordentlich groß (bis zu 80 Zentimeter Schulterhöhe) und kann über 50 Kilo wiegen. Er wird wegen seiner Größe auch liebevoll "sanfter Riese" genannt. Er lässt trotz seines mächtigen Körperbaus und starken Bemuskelung eine Eleganz nicht vermissen und wirkt in seinen Bewegungen leicht und locker. In der Jagd wurde der Irish Wolfshound, auf Wölfe, Hirsche, Elche und Eber, die es in frühen Zeiten in Irland in einer Vielzahl vorhanden waren, eingesetzt.
"So gigantisch und Achtung gebietend der Wolfshound dasteht, ist er doch ein Gentleman, der niemals unnötig beißt und bellt", so Wolfgang Müller. "Der Irish Wolfshound ist ein sehr ruhiger und anpassungsfähiger, vornehmer und liebenswürdiger Charakterhund", so Müller weiter. Ehefrau Viola, die anfangs wegen der Größe der Tiere Bedenken bei der Anschaffung hegte, möchte den Hund nicht mehr missen.
Sie bewegte ihren Gatten dazu, dass er vor anderthalb Jahren eine zweite Hündin "Fritzi von der Oelmühle" anschaffte. Die ganze Familie fährt mit den beiden Hündinnen zu Ausstellungen durch ganz Deutschland und erzielte schon gute Platzierungen. Im September findet alljährlich auch eine Irish Wolfshound-Ausstellung in Volkmarsen statt, die natürlich auch besucht wird. Viola Müller stellt die von ihrem Mann trainierten Hündinnen vor.
Zur nächsten Europa-Show in Dortmund können die Müllers aber nur mit Fritzi fahren, denn "Antike" ist Mutter von neun Welpen, fünf Hündinnen und vier Rüden, geworden. Sie wurde in Solingen vom Weltjugendsieger 1998 Uracil gedeckt. Bis zu diesem Zeitpunkt musste Antike noch viele tierärztliche Untersuchungen und Prüfungen durch den Renn- und Zuchtverein für deutsche Windhunde hinter sich bringen. Auch Familie Müller musste noch einige bauliche Maßnahmen für eine artgerechte Zuchthaltung der Hunde vornehmen, bis der Zuchtwart grünes Licht gab. Dieser und auch der Zuchtverein prüfen die Welpen noch bis zur achten Lebenswoche, bis sie dann ihre Papiere bekommen und verkauft werden können. Tierliebhaber können sich bei Wolfgang Müller , Tel.: (05641) 60473, melden.